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Tous les éditos > Bischöfliche Verordnung für die Feier der Firmung (24/12/2015)


Das Sakrament der Firmung gehört zu den Eingliederungssakramenten; denn durch Taufe, Firmung und Eucharistie werden wir auf den Weg des „Christwerdens“ gebracht. Bei den als Kleinkindern getauften Christen bestätigt und bekräftigt die Firmung die Gnade und das kirchliche Engagement der Taufe durch Glaubensbekenntnis, Handauflegung und Salbung mit dem Chrisam. Der Bischof ist der ursprüngliche und eigentliche Spender, weil es ihm vorbehalten ist, die Getauften in ihrem Glauben zu bestätigen und sie voll und ganz in das Leben und das Zeugnis der Kirche einzugliedern.


 


Alle Firmfeiern müssen deshalb einen kirchlichen Charakter haben, durch den die erneuerte Gabe des Heiligen Geistes ihre tiefste Bedeutung erhält. Verschiedene Gründe machen eine Aktualisierung der bisherigen Richtlinien in unserem Bistum erforderlich. Die wichtigste Neuerung betrifft die Orte der Firmspendung. Der Schwerpunkt wird auf die Feier im Pfarrverband gelegt, um daraus ein echtes kirchliches Ereignis für die betroffenen Pfarren zu machen.


 


Die Firmung wird außerdem zweimal pro Jahr in der Kathedrale gespendet, und zwar einmal für Jugendliche und einmal für Erwachsene.


 


Wenn jemand aus einem triftigen Grund nicht an der für ihn in Frage kommenden Feier teilnehmen kann,  soll er das Sakrament bei der Firmfeier in einem anderen Pfarrverband seines Dekanats empfangen.  Diese Regel gilt auch für dringende Fälle.


 


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1.        Der Bischof ist der eigentliche Spender der Firmung. Wenn er verhindert ist, überträgt er einem Priester die Vollmacht zur Firmung. Falls er delegieren muss, wird er im Rahmen des Möglichen die Vorschläge der Pfarrer und Firmbegleiter berücksichtigen. Man sollte also nicht direkt mit einem der vom Bischof bezeichneten Priester Kontakt aufnehmen.


 


2.        Die Koordination der Firmfeiern in den Pfarrverbänden liegt in den Händen der Sekretärin des Bischofs. Nur die von den Dechanten eingereichten Anfragen werden bearbeitet. Die Firmfeiern in der Kathedrale werden vom Vikariat „Das Evangelium verkünden“ organisiert. Sie finden statt an einem Sonntag der Osterzeit für die Jugendlichen und am Pfingstsonntag für die Erwachsenen.


 


3.        Die vom Bischof für die Firmung bezeichneten Priester sind: der Generalvikar, die Bischofsvikare und der Dekan des Domkapitels.


 


4.        Falls nötig kann der Bischof andere Priester ad actum mit der Firmspendung beauftragen. Die  vom Bischof bezeichneten Firmspender spenden das Sakrament nicht in ihrem eigenen Pfarrverband.


 


5.        Die Verantwortlichen werden ersucht, für die Feiern auf Pfarrverbands- oder Dekanatsebene zwei Daten in Prioritätsreihenfolge vorzuschlagen. Das Sekretariat des Bischofs wird den für den Bischof oder gegebenenfalls für einen anderen  Firmspender günstigeren Termin wählen.


 


6.        Die österliche Zeit ist die bevorzugte Zeit für die Firmungen. Die Adventszeit erscheint weniger angebracht. Während der Fastenzeit sollten keine Firmfeiern stattfinden. Grundsätzlich wird das Sakrament der Firmung innerhalb der sonntäglichen Eucharistiefeier, also am Wochenende oder an einem Feiertag, gespendet.


 


7.        Der Wortgottesdienst in der Firmfeier sollte nach Möglichkeit die Schriftlesungen des Sonntags oder des Feiertags berücksichtigen. Darauf sollte man schon achten.


 


8.        Die Feiern sollen sich an das Rituale halten. Dasselbe sieht verschiedene Gestaltungsformen vor. Wenn ein Pfarrverband daran etwas ändern will, sollte man vorher die Zustimmung des Bischofs oder seines Delegierten einholen. Ein ausgedrucktes Exemplar der Firmfeier (Lesungen, Evangelium,  Lieder, Glaubensbekenntnis, Gebete usw.) soll dem Sekretariat des Bischofs rechtzeitig übermittelt werden. Das Rituale sieht eine vorherige Begegnung zwischen den Firmlingen, den Firmbegleitern und dem Firmspender vor.


 


9.        Es ist auch empfehlenswert, dass die Firmlinge dem Bischof bzw. dem Firmspender schriftlich mitteilen, weshalb sie die Firmung empfangen wollen. Diese Briefe sollten während der Vorbereitungszeit geschrieben werden. Man sollte darauf achten, dass die Jugendlichen tatsächlich ihren persönlichen Werdegang und ihren Glaubensweg zur Sprache bringen.


 


10.    Die Spendung der Eingliederungssakramente bei Erwachsenen ist dem Bischof vorbehalten. Wenn jedoch ein Priester die Taufe spendet, spendet er mit der Zustimmung des Bischofs auch die Firmung.


 


11.    Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2016 in Kraft.


 


Gegeben zu Lüttich, am 3. November 2015, am Fest des hl. Hubertus.


 


 


+ Jean-Pierre Delville                                                                            Jean Bedin


Bischof von Lüttich                                                                              Sekretär



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