Notre évêque nous parle

Tous les éditos > Deo gratias! (Deutsch) (01/09/2013)


Liebe Brüder und Schwestern,


wie könnte ich dem Herrn für die herrliche Feier meiner Bischofsweihe am 14. Juli nicht danken? Es war eine bedeutende Stunde im Leben der Kirche und auch für mich persönlich. Die Handauflegung hat mir Ruhe und eine unerwartete Kraft verliehen; ich habe den Eindruck, die Gnade des Sakramentes physisch wahrgenommen zu haben!


Ich möchte allen ganz besonders danken, die diese Feier und den anschließenden Empfang vorbereitet haben. Mein Dank gilt vor allem Bischof Aloys Jousten für seine Liebe und seine Weisheit während seiner zwölfjährigen Amtszeit und für den brüderlichen und herzlichen Empfang, mit dem er mich willkommen geheißen hat. Ich danke dem Generalvikar Alphonse Borras, dem Zeremonienmeister Olivier Windels und der Bistumssekretärin Anne-Marie Limme, die für die Vorbereitung der Bischofsweihe verantwortlich waren. Ich danke den Diakonen, die den Empfang organisiert haben sowie dem Pressedienst, der das Ereignis begleitet hat; nicht zu vergessen, all die freiwilligen Helfer, die zum Erfolg dieses Tages beigetragen haben. Ich danke den konzelebrierenden Priestern und Bischöfen, die eine sichtbare Form des Presbyteriums waren. Ich danke allen Laien, die aktiv an der Feier und mitunter an ihrer Vorbereitung teilgenommen haben, ganz besonders meinen Freunden der S. Egidio Gemeinschaft.


Ich möchte die Anwesenheit von zwei Personen, die am Rande unserer Gesellschaft stehen, unterstreichen: Léon, ein Lütticher Obdachloser, wie immer in Frauenkleidern! Und Sr Maria Bich, eine meiner ehemaligen Studentinnen aus dem kommunistischen Vietnam, die meiner Einladung gefolgt ist; ihre kleine Ordensgemeinschaft zählt heute zweihundert Novizinnen! Verschiedenheit der Kirche in der heutigen Welt! Auf der Internetseite des Bistums können Sie weitere Ansprachen dieser Feier und meine Abschlussrede nachlesen.


Zu Beginn des neuen Pastoraljahres werde ich in Rom an einer Weiterbildung für „Anfänger im Bischofsamt“ teilnehmen und kann deshalb leider nicht beim diesjährigen Lambertusfest anwesend sein. Ich werde an diesem Tag das gesamte Bistum in mein Gebet miteinbeziehen sowie dem Papst Franziskus vorstellen; ich werde voraussichtlich das Glück haben, ihm zu begegnen. Die Faszination des Papstes auf die Jugendlichen bei den WJT in Rio de Janeiro hat uns alle beeindruckt. Seine Worte, sein Lächeln, seine Gesten der Zuneigung haben die Begeisterung gesteigert! Ich wünsche mir, dass diese Begeisterung auf uns und auf die Jugendlichen unseres Bistums überspringt. Deshalb schlage ich vor, in diesem September besonders für die Jugendlichen zu beten, die größtenteils ihre Studien wiederaufnehmen. Und ich hoffe, dass die Jugendpastoral im gesamten Bistum durch diese WJT ermutigt und gestärkt wird. „Eure Söhne und eure Töchter werden Propheten sein, eure jungen Männer werden Visionen haben, und eure Alten werden Träume haben", beruft sich der Apostel Petrus auf den Propheten Joel in der Apostelgeschichte des Evangelisten Lukas (2,17). Die Weitergabe dieses Gedankens dauert bis heute an!


Mitten im Jahr des Glaubens schenkt Papst Franziskus uns die Enzyklika Lumen fidei (Licht des Glaubens). Der Glaube ist ein Licht für unser Leben und für unsere Welt. „Der Glaube ist nicht eine Zuflucht für Menschen ohne Mut, er entfaltet vielmehr das Leben und macht es weit. Er lässt eine große Berufung entdecken, die Berufung zur Liebe (…). Der Glaube wird Licht, um alle sozialen Beziehungen zu erleuchten.“ (53-54). Und wie ein Echo meines Wahlspruches (Ein Strom, dessen Arme erfreuen die Stadt Gottes, Ps 46) klingen die Worte des Papstes: "Wenn wir den Glauben an Gott aus unseren Städten wegnehmen, dann würde das Vertrauen unter uns schwächer werden" (55).


Allen wünsche ich diesen in Jesus Christus verankerten Glauben und einen guten Neubeginn, einen guten Start! Möge der Heilige Geist euch erleuchten!



Ihr Bischof
+ Jean-Pierre Delville


 



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