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Tous les éditos > Wort des Bischofs: Abschluss meiner Pastoralbesuche (EDL Mai-Juni 2017) (29/04/2017)


 


Abschluss meiner Pastoralbesuche


 


Liebe Brüder und Schwestern,


 


Während ich diese Zeilen schreibe, habe ich soeben meine Pastoralbesuche der Diözese mit dem Besuch im Dekanat Huy abgeschlossen, dem der Besuch des Dekanats Herver Land vorausging. Ich möchte von ganzem Herzen all denen danken, die sich für die Vorbereitung und die Durchführung dieser Besuche engagiert haben, insbesondere den Dechanten. Die Besuche gaben mir die Möglichkeit, alle Pastoralverantwortlichen und viele Menschen aus allen Schichten persönlich zu treffen. Ich konnte auf diese Weise hautnah die verschiedenen Regionen unserer Diözese kennenlernen und den Glauben derer stärken, die ich traf.


Jeder dieser Besuche bestand aus zwei Teilen: einer kircheninternen Komponente und dem Kontakt mit der Gesellschaft. Im ersten Teil traf ich die Priester, Diakone und Pfarrassistenten, sowie die Pastoralteams, die den Pfarrverbänden vorstehen, und die Pfarrverbandsräte, die in etwa der Senat eines Pfarrverbandes sind. Ich traf Mitglieder der Kirchenfabriken, die Katecheten, und manchmal die Teams der Beerdigungsdienste und der Familienpastorale. Ich traf Ordensleute. Gelegentlich begegnete ich auch Leitern der Gebetsgruppen, Mitgliedern der spirituellen Gemeinschaften oder Jugendgruppen. Ich betete mit vielen Gruppen und feierte regelmäßig Eucharistie. Jedes Mal ging meinen Besuchen eine Konferenz im Licht des Evangeliums unseres Herrn Jesus Christus voraus, bei der ich unseren christlichen Auftrag im Rahmen unserer örtlichen Wirklichkeit und im Zusammenhang mit den in meinem ersten Hirtenbrief Ein pastorales Kairos herausgearbeiteten Punkten beleuchtete.


Was den zweiten Teil betrifft, verbrachte ich oft einen ganzen Tag in Schulen zum Austausch mit Schülern, Lehrern und den Schulträgern. Ich traf Gemeindevertreter, Bürgermeister und Schöffen und hörte ihren Ausführungen über das gesellschaftliche und kirchliche Leben zu. Ich besuchte Krankenhäuser und Altersheime und traf dort die Mitglieder der Krankenbesuchsdienste und der Krankenhausseelsorge. Ich begegnete vielen sozialen Organisationen, sowie den Leitern der örtlichen Vinzenz-Vereine. Diese arbeiten oft eng mit den ÖSHZ zusammen, um auf die neuen Bedürfnisse, die aus der wachsenden Armut entstehen, zu antworten. Und ich will nicht die angenehmen Momente während der Mahlzeiten in den Familien oder mit verschiedenen Gemeinschaften vergessen.


Durch all diese Begegnungen konnte ich mir ein Bild von der Vielfalt des christlichen Engagements machen. Ich hatte offene Gespräche über die vorhandenen Probleme und die unternommenen Lösungsansätze. Ein Effekt meines Besuchs war es, den Christen eines Dekanats zu ermöglichen, sich mit anderen aus dem gleichen Tätigkeitsfeld zu treffen und sich in Zukunft gegenseitig mehr zu unterstützen. Der Besuch war jedes Mal die Gelegenheit, Bilanz zu ziehen und die Energien aller für unseren Auftrag und unser Zeugnis für das Evangelium neu zu beleben. Übrigens wurde jedes Mal eines dieser Treffen von Radio RCF-Liège übertragen und weithin ausgestrahlt. Wenn auch eine Menge Dinge stattfinden und viele Menschen sich einsetzen, so wissen wir jedoch auch, dass Andere sich vom christlichen Glauben entfernt haben; wieder Andere leiden Not und erwarten mehr für ihr Leben. Auf Basis dieser Anfragen an unsere Kirche werde ich Bilanz ziehen jeden dazu einladen, mit mir darüber nachzudenken, wie wir unsere Diözese in den kommenden Jahren neu beleben können.


Während der Monate Mai und Juni leben wir die österliche Blütezeit mit Pfingsten und der Gabe des Heiligen Geistes. Dies ist die Gelegenheit, vertrauensvoll für unsere Ortskirche zu beten, vor allem für jene, die in diesen Tagen ihre Firmung oder Erstkommunion machen oder ihr Taufgelübde erneuern. Ihre Vorbereitung und der katechetische Weg im Allgemeinen sind Gegenstand unserer Aufmerksamkeit während dieses Pastoraljahres. Das Vikariat Verkündigung des Evangeliums erwartet für Mai die Antworten auf die Diözesanumfrage, die es im Hinblick auf die Katechesekonferenz am 30. September ins Leben gerufen hat. Vergessen sie nicht, sie zu schicken!


Die Fronleichnamsfeierlichkeiten finden in diesem Jahr unter dem Vorsitz von Kardinal Jozef De Kesel am Donnerstag, dem 15. Juni um 19 Uhr in Lüttich statt. Es ist eine besondere Ehre, die der Kardinal uns erweist, und eine außergewöhnliche Gelegenheit, unseren neuen Kardinal in Lüttich willkommen zu heißen. Ich hoffe, dass seine Botschaft ein Anreiz für uns alle sein wird.


In diesem österlichen Rahmen beginnt der Marienmonat: Am 1. Mai startet die Pilgersaison in Banneux. Möge Maria uns beschützen und uns in dieser tief erschütterten Welt leiten; möge sie mehr denn je die Jungfrau der Armen sein!


 


+ Jean-Pierre Delville, Ihr Bischof.



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